Die plank: Eine Oktarre

Von der Kithara zur Oktarre: Eine etymologische Saitenreise. Hinter dem vertrauten Wort Gitarre verbirgt sich eine jahrtausende alte Geschichte, die uns quer durch den Orient und das antike Europa führt. Wenn wir die DNA dieses Wortes entschlüsseln, entdecken wir Erstaunliches. Das Wort setzt sich aus zwei antiken Bausteinen zusammen:

Tar: Das ist persisch für „Saite“. Wir finden es heute noch in Instrumenten wie der Sitar (Dreisaiter).

Gi: Dieser unscheinbare Anfang ist ein Überbleibsel des indogermanischen Wortes für „Vier“ (Sanskrit: Chatur).

Etymologisch gesehen ist jede Gitarre also eigentlich ein „Viersaiter“. Obwohl das Instrument über die Jahrhunderte zwei weitere Saiten dazugewonnen hat, blieb der Name als treuer Begleiter der Bauform erhalten.

Wenn wir die historische Logik konsequent weiterführen, ergibt sich für die moderne achtsaitige Gitarre ein ganz neuer, faszinierender Name. Folgt man dem persischen System (Hasht = Acht), hieße das Instrument eigentlich Hashtar.

Dreht man dieses Wort jedoch durch die europäische Sprachmühle (vom griechischen Oktō für Acht bis zum modernen deutschen Klangbild), landen wir bei einem Begriff, der Kraft und Tradition vereint: Die Oktarre

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